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Datenmodelle sind wie Klemmbausteine

Von den ersten bunten Klemmausteinen bis hin zu beeindruckenden Bauwerken – jeder, der sich jemals mit dem spielerischen Konstruktionsmaterial beschäftigt hat, weiß: Mit den richtigen Bausteinen und einem klaren Zielbild lassen sich ganz neue Welten erschaffen.

Senior Consultant Marco Hoff sieht darin gleich mehrere Parallelen in seiner täglichen Arbeit mit Datenmodellen. In diesem Blogartikel teilt er seine Erfahrungen, was der Aufbau von guten Datenstrukturen mit dem Zusammensetzen von Klemmbausteinen gemein hat und was wir von den bunten Steinen für ein funktionierendes Datenmanagement lernen können.

Datenmodelle sind wie Klemmbausteine

Kürzlich stand ich vor einer echten Herausforderung – und nein, es war kein kompliziertes Projekt oder die Einführung eines neuen Systems. Es war ein Baustein-Set, und zwar ein ziemlich großes! Es war ein Schaufelradbagger, mit beinahe 4.000 Bauteilen (neben den normalen Teilchen gab es unterschiedlichste Zahnräder, unzählige kleine Verbindungsstücke in verschiedenen Farben, Größen und Formen, Kettenglieder usw.).

Zur Einordnung – meine letzte Klemmbaustein-Erfahrung lag so ungefähr 40 Jahre zurück, und mit der Arroganz des in die Jahre gekommenen Beraters dachte ich: „Wird schon klappen!“ und „Warum sich mit Kleinkram abgeben, um zu üben?“ Nein, es musste sofort das größte Modell sein. Voller Tatendrang packte ich das Set zu Hause aus, und sofort war der Tisch übersät mit bunten Klemmbausteinen, Anleitungen und Tüten mit winzigen Teilen. Nach dem ersten Blick auf die Bauanleitung wurde mir klar: Ich brauchte Struktur – sonst würde aus den Einzelteilen nie das technische Meisterwerk entstehen, das da auf der Verpackung so schön abgedruckt war.

In diesem Moment fiel mir auf, wie sehr ein gut sortiertes Spiel-Set einem gelungenen Produktdatenmodell ähnelt.

Senior Consultant Marco Hoff

Beide brauchen ein System, das sicherstellt, dass alle Bausteine bzw. Komponenten schnell und einfach auffindbar sind, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Also beschloss ich, aus meinem Bau-Erlebnis eine kleine Lehre für den Arbeitsalltag zu ziehen.

Denn so wichtig, wie gut sortierte Bausteine für das erfolgreiche Bauen des Modells sind, sind gut strukturierte Daten für Unternehmen unentbehrlich.

Und genau darum soll es in diesem Beitrag gehen: Produktdatenmodelle und Bau-Sets haben eines gemeinsam – sie basieren auf Bausteinen für Überblick und Erfolg.

Was Produktdatenmodelle mit Klemmbausteinen gemeinsam haben: Bestandteile für Ordnung und Übersichtlichkeit

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein großes Baustein-Set vor sich. Alles ist perfekt sortiert, und jeder Stein hat seinen Platz. Wenn Sie dann mit dem Zusammensetzen beginnen, wissen Sie genau, welche Teile Sie brauchen und wo Sie diese finden. Ein gutes Produktdatenmodell funktioniert genauso! Es ist ein strukturiertes System, in dem jeder „Baustein“ (also jede Information) schnell gefunden und genutzt werden kann.

Die richtigen Bausteine für das große Ganze

Bei Bau-Sets weiß jeder, dass ein fehlender Stein den ganzen Aufbau stoppen kann. Im Produktdatenmodell ist es genauso: Fehlen wichtige Daten wie Produktbeschreibungen, Abmessungen oder Kategorien, wird es schwer, Produkte zu beschreiben oder Kunden zufriedenzustellen. Nur wenn alle „Datenbausteine“ vollständig vorhanden sind, entsteht ein komplettes Bild.

Ein einfaches Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie bauen ein Haus aus Klemmbausteinen und brauchen bestimmte Teilchen für Fenster und Türen. Wenn diese Bausteine fehlen oder schlecht einsortiert sind, müssen Sie lange suchen, und der Bau stockt. Ein gut strukturiertes Datenmodell erleichtert das Auffinden der Komponenten wie für ein Produkt – hier spezifische Informationen wie Farben, Größen oder Materialien.

Schnell finden, was man braucht

Bau-Sets kommen mit einer Anleitung daher, und oft sind die Steine schon in verschiedenen Farben und Größen sortiert. Ein Produktdatenmodell hilft auf ähnliche Art dabei, Informationen schnell zu finden, indem es klar definiert, wo jede Information „abgelegt“ ist.

Fokus Hand Frau

Ein Beispiel aus der Praxis: Nehmen wir an, Sie suchen Informationen über ein bestimmtes Produkt – etwa die Maße eines Kühlschranks. In einem gut organisierten Produktdatenmodell wäre das so, als ob Sie die grauen 2×4-Steine für den Kühlschrankbau sofort finden, ohne im ganzen Stapel suchen zu müssen.

Alles hat seinen Platz

So wie Set-Bausteine unterschiedliche Formen und Funktionen haben – Ecksteine, Verbindungselemente, große oder kleine Steine –, hat auch jedes Datenstück im Produktdatenmodell eine spezifische Funktion. Produktdaten sind oft vielfältig: Preise, Lagerbestände, Beschreibungen, Bilder und mehr. Ein sauberes Modell organisiert all diese Daten wie ein Bau-Set, wo jedes Element an seinem Platz ist und eine spezielle Rolle erfüllt.

Kreativität mit Struktur

Bau-Sets erlauben zwar unendlich viele kreative Möglichkeiten, aber die Grundprinzipien bleiben gleich: Bausteine, die aufeinanderpassen. Ebenso ist ein flexibles Produktdatenmodell ein Grundgerüst, das genug Ordnung bietet, um Innovationen und neue Produkte schnell einzugliedern. Denn wenn neue Produkte dazukommen, passen sie ins System, wie ein neues Bau-Set in meine Sammlung.

Damit bieten sowohl gut sortierte Bau-Sets als auch ein gut strukturiertes Datenmodell die Basis für effizientes Arbeiten im laufenden Betrieb. 

Das Datenmodell …

… gibt ein vollständiges Bild auf die vorhandenen Komponenten.

… sorgt dafür, dass Informationen schnell gefunden werden können.

… ermöglicht, dass die unterschiedlichen Unternehmensbereiche effektiver zusammenarbeiten, da jeder dieselbe „Sprache“ spricht und auf dieselben Bausteine zugreifen kann. 

… verhindert, dass falsche Bausteine / Informationen verwendet werden. 

… bietet ein Grundgerüst für alle verfügbaren Informationen sowie neue Produkte und Innovationen. 

Fazit

Ein gutes Produktdatenmodell ist wie eine gut sortierte Bausteinsammlung: Wenn alles seinen Platz hat und gut strukturiert ist, finden wir schneller, was wir brauchen, und können reibungslos arbeiten. Mit dem richtigen Modell bauen Sie Stück für Stück an einer Datenlandschaft, die nicht nur effizient ist, sondern auch Spaß macht – so wie bei Bausteinen!

Und noch ein letzter Satz: Das Sortieren der Klemmbausteine am Anfang ist übrigens eine maximal entspannende Tätigkeit, die vielleicht genauso viel Spaß macht wie das eigentliche Bauen. Einziger kleiner Nachteil: Nachdem alle Teile sortiert waren, gab es bei uns im Haus keine einzige Schüssel oder Aufbewahrungsbox mehr. Alles voll mit Klemmbausteinen – kam nicht so gut an … Das ist bei digitalen Datenmodellen dann doch einfacher!

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